English version is below the german text


Konstruktive Bildungs-Kritik

 

In der Pandemie haben unsere "Lern-Orte" zu langsam gelernt. Der übliche Frontalunterricht kollidiert mit politisch durchgesetzten Kontaktbeschränkungen, Alternativen sind "von oben" nicht vorgesehen. Ministerien, Schulleiter, Lehrer, Schüler  waren großenteils überfordert. Langsam wird deutlich, dass Bildung mit und ohne Pandemie-Regeln GANZ anders laufen muss.

Bildung muss robuster werden.

Bildung muss flexibler werden.

Bildung muss mehr "Könnenwollen" fördern und weniger Prüfungswissen, weniger Bulimie-Lernen.

Lernende müssen ernster genommen werden. Berufliche Anforderungen auch.

Wenn kein Lehrer da ist, fragen Lernende eben Google. Oder Alexa, Siri, Yahoo, Bing, Baidu. Und bekommen oft bessere Antworten auf interessantere Weise dargeboten. Ein normaler Lehrer kann gar nicht jede Unterrichtsstunde so gut vorbereiten und darbieten wie ein Spezialist, der z.B. sein Lernvideo aufwendig mit Praxisbezügen anreichert. Dennoch kann´es einen lebendigen, guten Lehrer höchstens dort ersetzen, wo es eben keine guten Lehrer gibt - oder GAR keine.

Und gerade in diesen Zeiten wird deutlich:

Wer im Internet grundlegend neue Wege sucht, findet bald brauchbare Antworten. Fundstellen und Links kommen weiter unten.

Viele Lehrer kennen und schätzen beispielsweise "Gruppenarbeit" und "Projektarbeit". Daraus aber eigene Schul-Ansätze zu gestalten passt offenbar nicht zum Beamtentum. Dafür kamen die Pandemie-Vorschriften 2020-2021 zu schnell, zu disruptiv. Nicht-staatliche Initiativen sind da dem System voraus. Beispiele: 42Wolfsburg oder 42Heilbronn werden von Großkonzernen gefördert und setzen Programmier-Ausbildung durch das "Lernen durch Lehren"-Prinzip um, das wohl schon Seneca kannte. Hier suchen sich kleine Gruppen von Lernenden ihre Materialien und Zielsetzungen selbst, entwickeln Initiative und Lösungsbewusstsein. Man lehrt und motiviert sich gegenseitig und achtet gleichzeit auf kompetente Umsetzung. Niemand wird zurückgelassen. Und kleine Gruppen können sich viel freier auf neue Umstände einstellen.

Prof. Dr. Harald Lesch und Ursula Forstner greifen in ihrem Buch "Wie Bildung gelingt" das derzeitige Bildungssystem an und zeigen neue Wege.

Der Neurobiologe Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther fordert in seinen Vorträgen und Veröffentlichungen grundlegend neue Ansätze für Bildung, bei der ganzheitliche Aspekte, Menschenwürde und Praxisbezug stärker beachtet werden. ("Begeisterung ist Dünger für das Gehirn.")

Weitere erfrischende Anregungen kommen von dem Österreicher Ricardo Leppe.  Bei ihm bestimmen die Lernenden sogar ihre Themen und Zeiten selbst. Die Lernenden wählen dabei vor allem Themen, bei denen es um Praxis und Kompetenz geht, selten um Auswendiglernen. Außerdem bringt Leppe neue pädagogische Konzepte ins Spiel, bei denen weniger Gehorsam und mehr Eigenentscheidungen gefragt sind. Wobei die Freude am Lernen wächst, was sonst nicht bei vielen Bildungsformen so ist. Die Resultate haben schon manchen erfahrenen Pädagogen verblüfft - und kommen auch später im Beruf gut an!

"Normale" Bildung funktionierte bisher hierarchisch, also "von oben herab", ein Lehrer/Professor/Dozent unterrichtete größere Gruppen von Ihm unterstellten Lernenden. Das bringt grundsätzliche Probleme mit sich:

Es wird Zeit für eine neue Bildungslandschaft. Damit hat die aktuelle Pandemie-Politik etwas angestoßen, was kaum abschätzbar war.

 

Neue Bildungs-Modelle

Bei "Projektarbeit" arbeiten kleine Gruppen von Lernenden eigenständig an ihren Themen und die bisherigen Lehrkräfte übernehmen eher eine begleitende Funktion. Erfahrungsgemäß ist das intensiver als Frontalunterricht, da die Lernenden sich gegenseitig fördern, mehr Eigenverantwortung entwickeln und ihr eigenes Tempo finden.

Und wenn es doof wird alleine Texte zu lesen oder Lernvideos anzuschauen, dann finden Kinder bei Mitlernern, Geschwistern und Freunden Möglichkeiten, über Texte und Videos zu reden. Und genau dieser Austausch bringt oft den Lerneffekt! Im lebendigen Austausch werden MEHR neue Hirnstrukturen entwickelt als im passiven Zuhören in der Schule.

Ausgerechnet die schwierigen Kontaktbeschränkungen haben neue Erkenntnisse aufgezeigt:

 

Die Industrie steigt ein

1919 begann an der damaligen Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik ein neuer Trend. Der Fabrik-Direktor bat einen damaligen "Außenseiter", die Arbeiterkinder auf Betriebskosten zu unterrichten. Seither sind daraus viele hunderte Waldorfschulen mit alternativen Konzepten entstanden. Andere große Konzerne investieren heute Milliarden, um digitale Lehr-Inhalte, Lern-Programme, Bildungs-Apps und Plattformen möglichst attraktiv, praxisbezogen und einflussreich (!) zu machen.

Es soll eine Welt-Bildung entstehen, die über Milliarden  von Bildschirmen auch arme Länder erreichen  und neue Geschäftsfelder schaffen soll. "Normale" Politiker bekommen davon wenig mit und versuchen weiterhin, das bestehende träge Bildungssystem zu "digitalisieren" und umzugestalten. "Mehr Tablets", "schnellere Netze" sind sinnvolle Forderungen, aber viel zu kurz gedacht.

Die Industrie ist schneller und weniger auf Befindlichkeiten von Lehrern, auf Parteiprogramme und Kompetenzgerangel bedacht. Es wird amerikanische und chinesische Lernsystem geben, die auch jedes arme Kind in Afrika, Indien oder Südamerika bei seiner natürlichen Neugierde packt, ernst nimmt und mit top aktueller Turbo-Bildung versorgt. Und Europa mit seiner alten Bildungsgeschichte schöpft bisher sein Bildungspotential nicht aus. Zum kapitalistisch-amerikanischen und zum staatskonformen chinesischen Modell könnte hier ein humanistisches und ganzheitliches drittes Bildungs-Modell entstehen. Ein afrikanisch-kreatives oder asiatisch-spirituelles Modell ist bei diesem Wettlauf um Einfluss, Märkte, Personal und Kunden bisher nicht in Sicht.

 

Bildungsforschung 2021

Das Folgende ist meine persönliche Zusammenfassung der Trends, die ich seit 2017 im Milliarden-Markt der "Digitalen Bildung" beobachtet und z.T. verfolgt habe. Ein Teil dieser Trends macht mir Sorgen, ein anderer Teil weckt Hoffnungen. Wie bei allen Umwälzungen der Menschheitsgeschichte sind auch hier Fluch und Segen nahe beieinander.

Meine persönliche Hoffnung ist, dass diese Entwicklungen mehr Kompetenzen statt "Wissens-Erwerb" bringen und mehr individualisierte Pädagogik ermöglichen. Es ist allerdings zu erwarten, dass digitale Bildung auch mehr Kontrolle und "gläserne Schüler" mit sich bringt.

In die Entwicklung digitaler Bildungs-Systeme fließt gerade mehr Geld, Fachwissen und Pioniergeist als in jedes "normale Lehramt". Und ich wünsche dieser Digitalen Bildung, dass sie MEHR humanistische Bildung und  ganzheitliche Menschen-Bildung bewirkt als derzeitige Ansätze. Hier wartet das geistige Erbe von Aristoteles, Kant, Humboldt, Goethe, Pestalozzi, Montessori, Steiner und vielen anderen auf neue Nutzung in der digitalen Welt. Sie alle haben ganzheitliche Ansätze beschrieben die heute noch aktuell sind und die künftige Bildung bereichern können.

Einige der heute aktivsten Investoren und Förderer sind oder waren selbst Lehrer und haben Kinder oder Enkel. In mir ist der Eindruck entstanden, daß viele dieser Förderer aktuell weiter denken und planen als nur bis zum nächsten Quartal:
Mehr und sogar bessere Bildung für breite Massen soll den Lauf der Menschheit verändern.

Bildung kann sehr wohl Geburtenraten senken, Umweltbewusstsein und Gemeinsinn fördern.

Vielleicht entwickeln unsere Nachkommen mit ihren "Digitalen Assistenten"  sogar einmal die Kompetenzen, die wir heute im Umgang mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und diesem Planeten so dringend bräuchten.

Die Menschheit hat in den letzten Jahrtausenden ein unglaubliches Wissen angesammelt. Dem gegenüber gibt es (ebenso unglaubliche) Mängel an Kompetenzen im Umgang miteinander und mit sich selbst.

 

       
 

Wir Menschen erforschen die WELT.

Wir wissen wenig über GUTEN UMGANG miteinander.

Und fast nichts über uns SELBST.

 

 

Eine wohlwollende Prognose, Stand 2021

Der bisher bevorzugte Frontalunterricht war immer auf Wissens-Vermittlung ausgerichtet. Bei Kompetenz-Erwerb ist er nicht effizient. Mit der unvermeidlichen Umstellung auf Distanzunterricht wird Projektarbeit angemessener. Kleine Gruppen von Lernenden erarbeiten sich neues Wissen, holen sich Lehrstoff aus dem Internet und setzen ihn aktiv um. 

Bei "Projekt-Lernen" können digitale Medien ebenso eingesetzt werden wie bisherige Bücher und Arbeitspapiere. Die bisherigen Routinearbeiten der Lehrkräfte können an "digitale Assistenten" abgegeben werden. Wo Lerngruppen ins Stocken geraten oder Probleme bekommen, kommt die pädagogische Kompetenz der Lehrkräfte zum Einsatz.

"Digitale Assistenten" sind eine noch junge technische Entwicklung mit großem Potential. Man trifft sie bereits in Hotlines, wo sie die Anfragen vor-sortieren und an verschiedene Abteilungen weiterleiten. Man trifft sie auf jedem Handy, in das man seine Frage hineinspricht und von "Siri", "Alexa" oder dem "Google Assistant" die Antworten vorgelesen bekommt. Hier leisten sie bereits Unglaubliches. Das soll auch in die Bildung übertragen werden und Lehrkräften viele Routinearbeiten abnehmen.

Digitale Assistenten werden Lernende weltweit begleiten - auch in armen und bisher "ungebildeten" Umgebungen.

Sie werden:

Weitere Aspekte kommender digitaler Bildung

Lehrermangel, überfüllte Schulen, fehlende oder unterfinanzierte Schulen, Hygienevorschriften, Ausfallzeiten, soziale, religiöse und geschlechtliche Ungleichheiten und andere Probleme heutiger Schulen verlieren ihre bisherige Bedeutung.

Lern-Teams können unabhängig von Schul- und Ferienzeiten arbeiten, die Gliederung in Kindergarten, Vorschule, Schule, Universität usw. wird unwichtig. Kompetenzen können in kleinen und großen Schritten aufgebaut werden.

Lehrer können sich statt überfüllter Klassen individueller pädagogischer Unterstützung widmen.

Eigenständige Lern-Teams können ohne staatliche Finanzierung funktionieren.

Digitale Zeugnisse und detaillierte Berichte über Begabungen, Schwächen, Fortschritte und Kompetenzen von Lernenden werden Diplome und Zeugnisse ersetzen. (Und totaler Kontrolle in die Hände spielen!)

Es kann (bezahlte) menschliche Unterstützung geben als Ergänzung für die allgegenwärtigen Digitalen Assistenten.

Vor allem in der Anfangsphase werden Digitale Assistenten vom Argwohn bestehender Bildungsfachleute begleitet, auch von Bildungseinrichtungen, von staatlicher Einflussnahme, von Investoren, Wissenschaftlern, Forschungsprojekten, Studien und der Werbe-Industrie.

Datenschutz wird von verschiedenen Assistenten unterschiedlich behandelt.

Weltweite Unternehmen und Institutionen werden um Daten und Märkte wetteifern, um Studien aus den Datenmengen (Big Data), Konzepte, Einfluss und Renditen.

Arme Länder und Gegenden werden durch ohnehin vorhandene Assistenten zum Talent-Pool für Wirtschaftszentren.

Das weltweite Bildungsniveau wird steigen, Mogeln wird erschwert, einzelne Inselbegabungen und besondere Kompetenzen werden verlässlicher erkannt und bekannt.

Weiterführende Links

https://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kooperatives_Lernen

https://en.wikipedia.org/wiki/Peer_learning

https://futureu.europa.eu/processes/Education

https://www.unicef.org/globalinsight/featured-projects/ai-children

https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/christoph-meinel-hpi-vision-zukunft-digitale-bildung

https://www.gebf-ev.de/ (Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung)

https://www.wissenschafftfreiheit.com/

http://fasziniertes-lernen.de/http:/fasziniertes-lernen.de/schetinin-schule/

https://www.zeit.de/2016/05/schule-computer-lernen-unterricht-digitalisierung

https://disruptive-bildungsperspektiven.de/

https://42wolfsburg.de/en/ 

https://www.42.us.org/, https://en.wikipedia.org/wiki/42_(school) (Programmieren gemeinsam lernen ohne Lehrer)

https://eidu.com/ (Learning

https://de.serlo.org/serlo

https://www.youtube.com/watch?v=YCPRtCSZsCs&t=2739s (EU conference on "Europe Future is digital"

https://www.youtube.com/watch?v=_cYIvfS-knA (exiting talk about Neuroscience, AI and the Future of Education)

English version:           NOT up to date with german as of August 2021

Future of education - with digital aids

This is my personal summary of trends I observe since about 2017 in the multi-billion market of "Digital Education". Parts of these trends scare me, others give me hope. As in all great upheavals of mankind they can be curse or blessing.

My personal hope is that current developements lead to more competencies instead of "memorizing info" and faciliate more individualized pedagogy. It is to be expected, however, that it also entails more control and also "transparent learners".

The making of these digital systems consumes much more funds, competence, manpower and pioneering spirit than previous human teacher training altogether. And I wish from my heart that these developments of digital education accomplish MORE human development than current state curricula.

Some of the most active pioneers and sponsors of digital education had been teachers themselves, have children and grandchildren My impression is that there is much more idealism in this than quarterly planning: More education and (hopefully) even better education for broad masses of people may change the whole world.

Education can lower the birth rate and raise environmental awareness and public spirit.

Maybe those "Digital Assistants" will guide our descendants to those competencies that we all need so urgently today in handling ourselves, our fellow humans and this planet.

In the past millenials mankind has accumulated enormous knowledge. The lack of competences in handling our relations and our selves is also enormous.

 

       
 

We humans explore the WORLD.

We know little about good relations amongst ourselves.

And almost nothing about our SELF.

 

 

My "best case" outlook, 2021

Currently prevailing front-of-class schooling is reaching its limits in the pandemic. It was always geared towards imparting knowledge. It is not efficient when it comes to acquiring competencies. With the inevitable move to distance learning, project work becomes more appropriate.

In "project learning" small groups of learners work on their subjects on a self determined basis and former teachers raher supervise it. By all experience this is more efficient as learners are more intensely involved, assist each other, develop more responibility and find their own pace.

Digital media can be utilized in "project learning" just like well proven books and work sheets. Routine work can be left to "digital assistants". Wherever learning groups come to a halt, pedagogical competency of former teachers jumps in.

"Digital assistants" are still new and show enormous potential. You meet them in hotlines where they guide queries to different teams or even answer them. You meet it in every smartphone where you tap a button, ask your question and get it answered by "Siri", "Alexa" or the "Google Assistant". This is incredible already and will be applied in education, too. It will relieve teachers of many routine jobs.

Digital Assistants will accompany learning humans worldwide - even in poor and formerly "uneducated" environments.

They will:

 Additional aspects

Teacher scarcities, overcrowded (or lacking) schools, underfinance, hygienic requirements, sick leaves, outage times, race, religion, gender problems and other circumstances that plague current schools lose their importance.

Learning teams can work independent of school and holiday seasons and don´t need classifications from Kindergarten, preschool, school, college and so on. Competencies can be built in small and great steps.

Teachers can care for individual pedagogic support instead of large classes.

Single learning teams can become independent of state finances and regulations.

Digital certificates and detailed reports on learner´s progresses, personality and competences will be rated higher than todays diploma and certificates. (And can lead to total control, too!)

There can be (paid) human support in addition to omnipresent Digital Assistants.

Especially in the forming stages, Digital Assistants will be accompanied by suspicious professionals and Universities, schools, federal agencies and federal influence, by investors, scientists, studies, research and advertisements.

Data privacy will be treated differently by different assistants.

Global players will compete in a race for markets, control, Big Data, concepts, dominances and profit.

Poor countries and areas will become talent pools for economic centers through assistants with little additional cost.

Worldwide education will rise, cheating will be more difficult, singular talents and special competences will be recognized and made known more reliably.

 



Work in progress, 2021:



Digital Education helpers

Mankind has always found ways to learn. Be it from direct observation of nature, of parents, of idols and friends, by teams exploring things together, elders teaching youngers, by teachers, masters and professors building classes - people learn from their own senses, from others from books, magazines, radio, TV and today the internet.

In present learning systems, good guides and educators are rare. In some areas of the world even teachers are almost non extant. And training new teachers takes a lot of time and funds.

What would it cost to extend good education to all human beings in a decent way and within a lifespan? Too much, obviously. It takes too long even to educate teachers. It has too little priority to governments. And companies or corporations would not finance those present education systems with all their inefficiencies.

Present education has some liabilities. So far it has not succeeded to teach humans how to treat each other well or to build up teams of equals. We have and teach technical knowledge to take us to the moon and beyond. But mankind has not learnt yet to treat others with respect or even to handle one´s own feelings competently. We simply do not co-operate well enough yet.

So we as mankind have vast technical knowledge and very little emotional and social skill. We need better education that includes not only knowledge and technical skills but also emotional and social competence.

Internet devices have become omnipresent. People seek (and find) interesting and useful knowledge in their Smart phones and tablets. That does not yet make these devices into coaches, teachers or professors. But they can be immensely helpful and big tech companies (plus some others!) massively invest into Digital Education.

Why?

“Artificial Intelligence” is projected to team up learners and supply them with the best lessons from an ever growing pool of training material. And some competent teams are searching for better curricula than those proposed in present schools. Some teams directly aim at COMPETENCES instead of KNOWLEDGE.

The present pandemic as in 2021 and political efforts for “social distancing” have busted large classes and sent people into isolation. Many teachers can not adopt well to this new “online situation” and still try to perform “class teaching” as before. Present learning needs new approaches.

New learning will utilise digital help.

Amongst many others, one EU agency realises the upcoming revolution and puts it into words. Watch the “formal” language:

 

Tech people like Brad Smith (President of Microsoft), put it much simpler. He calls digital assistants “the alter ego of the future”.

Some “alter ego” of schooling systems could digitally

  • team up small groups of learners
  • coordinate study groups, practice teams and working groups
  • suggest very individual learning lessons for groups of co-learners
  • keep track of every single member and its lessons and skills
  • leave no one behind
  • require competent feedback and practical application to judge progress
  • suggest repetitions as needed, closing skill gaps
  • develop its own pedagogic approach/best practice.

Digital education as sketched here will not only be about education. It will transport advertisement and ideologies, serve as control mechanism and generate revenue. Like knives and wheels and electricity, it will do good - and create further problems.

The chinese “alter ego” will be a different one than the one of Microsoft or Facebook. A conservative version could implement the humanistic background of Aristotele, Humboldt and many other educators.

A “foreign digital Educator” could be spread (at little additional cost!) into other countries where refugees need to learn neighbour languages and different social competences.

Mankind has a growing chance to complement its existing teaching system with “Digital Education” and electronic aids that develop at a breathtaking speed.

 

Present Education plus Digital Education

Existing education systems mainly lie in the hands of governments which means slow legislative processes, slow evolution and little funding.

Some big and small global players from A (Alphabet/Google) to Z (Zoom Video Communications) invest billions into “Artificial Intelligence” and its branch “Digital Education”. Social media like Facebook/WhatsApp, TikTok, WeChat, Instagram, Telegram, QZone, Weibo, Twitter, Tumblr, Baidu Tieba or LinkedIn all “teach” in some way already.

Every child in the world, even in slums and very poor quarters of our planet (you do find smartphones there!) can watch online videos telling them how to repair a bike, find jobs or even learn about their very own Human rights:

“All human beings are born free and equal in dignity and rights. They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood.“

What a lesson for children or adult learners in poor countries and areas! Very little human teachers take pride in teaching that.

Yet this simple statement could help to build small and efficient teams of learners, independent of authorities or formal structures. With mutual respect and digital help (and often without a teacher being present!) they can learn much faster than in large classes, having their own speed and intense social interaction. Some teams will be faster, some slower. Team members can shift teams to take care of individual developments.

Teams of learners will also see propaganda and advertisements of course, even porn and violence. Managers and programmers of omnipresent pages like Google, Facebook, Baidu, Yandex and Amazon all have an influence on what is presented in which order. This shows the magnitude of their importance within education.

Digital Assistants can supply humans with lessons about useful skills and even social skills. Digital Education can aim way beyond mere knowledge transfer and Massive Open Online Courses (MOOCs) that merely broadcast classical (!) teaching.

Digital education can also guide single individuals to actual physical and social experiences in order to accomplish practical and social competences. Seeing something in a movie is fine for preparations, but does not replace personal experience. And it does not usually lead to competence.

What looks weird at first might pose quite a problem in programming digital assistants: How do you get humans to observe and think on their own, not just accept lessons in blind faith? This is one single point that seems asking too much of a “normal” teacher, let alone a computer. Lets be curious for some surprising solutions!

Side effects of education

Digital Education aims at revenue, too. Besides advertising products and services, it can ask for civil obedience, it can “advertise” competence, cooperativeness, better scientists, better artists, more fantasy and imagination, better citizenship and professionalism (for societies and commerce).

Conventional education has tried for centuries to foster human virtues like dignity, respectfulness and moral excellence. The four classic cardinal virtues of Temperance, Prudence, Courage and Justice have declined in these centuries. You hardly find them in school lessons. And remember: We humans are GREAT in technics but poor in emotional and social competence.

Temperance today has been often replaced with profit maximisation (greed in extreme cases). Prudence, once derived from latin providentia (seeing ahead, sagacity) becomes superseded by “necessities” for quarterly or even monthly reports.

This is not the place to mention social consequences. But new aids in education give mankind new chances to reintroduce “old” virtues and by them more stability both economic and social.

Seeing the scarcity of good teachers even in rich countries (leave alone the poor ones), there is hardly an alternative to digital help. Training good teachers has always taken decades. It has always been expensive and will be so for many decades to come. The recent shift to online tutoring shows the need but does not carry far enough.2

Artificial Intelligent Education for all learners is not only expected to spread much faster and be more efficient than conventional education. It will be a lot cheaper soon.

The question is not any more IF intelligent digital education will ease the job of teachers, professors and other educators. It will. And it will pose new challenges.

The current decade is to set the worldwide course of education and thus the evolution of societies worldwide. Politicians, investors and entrepreneurs decide, whether future generations including our own grandchildren will be well educated.

As in 2021 we talk to “Digital Assistants”, to the Google Assistant, to Alexa (Amazon), Watson (IBM) or Siri (Apple) - and get some useful answers! Similarly Cortana (Microsoft), the Baidu Assistant, Bixby (Samsung), Braina, Jibo and others, lesser known. We cannot speak to them yet as we do with humans, but a whole multi-billion industry is working on it, establishing AI as the “next big thing” or “the next electricity” - and also on making computers into “Digital Educators” or at least into valuable aids for human educators.

This includes a lot of (partly diverging!) intentions like

  • educating/controlling customers,
  • training engineers,
  • teaching social rules (and obedience),
  • teaching religion (and obedience),
  • finding and utilising polymaths and geniuses regardless of gender, wealth and origin,
  • teaching human rights, environmental respect and higher idols,
  • . . .

All these intentions and even more are digitally pushed already. Mostly it is in experimental states but picking up in speed, being pushed by massive investments.

A high class digital education program is expected to be much more than those assistants are today. It will be much more than a standardised teacher inside a tablet. Many efforts still try to recite given lectures or at transmitting a standardised set of lessons to silent “passive” classes. A real “intelligent” digital education program utilises a constantly growing pool of knowledge plus a vast variety of pedagogical approaches. Ideally, it adapts itself to every participant (pupil, learner, customer) in every situation anew. Given enough time (and broader databases like “human literature” plus some genius programmers), educational AI can even behave fancy and surprising towards its pupils to keep their interest high.

To accomplish its goal of better and cheaper education for billions, it needs to be FASCINATING. It will be even more interesting than Facebook, Baidu Tieba or YouTube. To “know” its participants better, it will accumulate more personal data (and thus attract advertisers).

And AI will learn some very unique things like: Send humans AWAY from their machines. To acquire competences it is not enough to pick up data from a screen. Humans need to (emotionally) interact with humans, observe for their own, discuss, practice etc.. Humans need to try and err together - that builds competence.

AI needs to learn another unique thing: To invite different type of humans into working teams. “Knowing” them by their very specific online experiences, an embracing AI can get people to team up with others, complementing various interests and abilities like fantasy and experience, diligence and leadership. Complementing (or even competing) teams greatly boost learning, cooperation and progress.

Addressing humans in small teams is kind of new to the computer world and it can solve an old problem. Up to now computers can´t trigger mirror neurons in humans. Only people can do that. So for educational purposes, every single lesson has to be followed by human interaction. That can be simple like

  • discussing the lesson
  • explaining the lesson to co-learners
  • talking about applications in life
  • trying it out in practice
  • scientific verifying/falsifying methods
  • you name it

It appears to be beneficial even to explain it back to the machine (subject to research, takes some AI).

Best use according to practitioners would be to alternate computer lessons with actual application, trying out things in small teams. Future learners will be teamed up by the help of big data. Any “intelligent” web page could suggest possible partners for team learning. Other pages, apps or assistants can take the role of complementing team mates, coaches, guides or even teachers.

AI can reduce the need for human knowledge, experience, and skill, and emphasize the importance of behavioural repertoires. As a result, humans do not necessarily need to learn domain specific knowledge that earlier was required for competent behaviour.“3

 

Brad Smith (President of Microsoft), calls digital assistants “the alter ego of the future”. Now imagine small learning groups with a constantly present electronic GENIUS in their midst! How different, even playful would lifelong learning (acting, trying, working) be?

The alter ego of the future is expected to do away with the phenomenon of pupils that have good notes in classes - and no idea of workday practice nor social competence.

Think of the voices you hear from children and students that “learn” towards exams and good notes instead of future application. What a waste of time, of ambition, of talent!

Your grandchildren should face a better future - at least as regards education.

There are visionaries, shareholders, programmers and inventors who decide whether AI Education becomes a soulless machine or one of mankinds next big things. Their and your children, grandchildren and neighbours will be their judges.

This report is not about buying some tablets for school classes or about new lessons nor programming. It rather combines visionary views of Universities, tech companies, governments and single researchers, bridging between classical humanistic teaching and coming AI. It excerpts research in present (2021) AI education developments, worldwide.

It also gives programmers some hints to competitors and broadens the prospect of investors.

 

Addition

Both the pandemic and the climate situation show the necessity to educate as many humans as possible as soon as possible in better cooperation, broader thinking, ecologic foresight - and maybe even dignity towards others and nature.

 


1   Tuomi, I. The Impact of Artificial Intelligence on Learning, Teaching, and Education.
Policies for the future,
Eds. Cabrera, M., Vuorikari, R & Punie, Y., EUR 29442 EN, Publications Office of the
European Union, Luxembourg, 2018, ISBN 978-92-79-97257-7, doi:10.2760/12297, JRC113226.

2  https://www.technologyreview.com/s/614057/china-squirrel-has-started-a-grand-experiment-in-ai-education-it-could-reshape-how- the/?utm_source=newsletters&utm_ medium=email& utm_campaign= the_algorithm.unpaid.engagement

3  3 Tuomi, I. The Impact of Artificial Intelligence on Learning, Teaching, and Education.
Policies for the future,
Eds. Cabrera, M., Vuorikari, R & Punie, Y., EUR 29442 EN, Publications Office of the
European Union, Luxembourg, 2018, ISBN 978-92-79-97257-7, doi:10.2760/12297, JRC113226.

4  as quoted in “Wie Bildung gelingt” by Harald Lesch, Ursula Forstner, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2020

 

 

(to be continued.    Last update April 11, 2021)



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